Konzentriert hantierten 20 Kinder mit Joghurtbechern, Eierkartons, Erdnussdosen und jede Menge kleiner Holzäste. Geschickt banden die Kinder ihren Fundus zu außergewöhnlichen Flößen zusammen. Als Materialien für die Wasserfahrzeuge dienten sowohl Müll, als auch Fundstücke aus der Natur, welche die Kinder in ihrer Umgebung gesammelt hatten. Ein erster Praxistest der Schwimmtauglichkeit folgte sogleich. Das Feriencamp „Bewegung, Aktion und Technik“ der Bildungsregion Rhein-Wupper hatte zum Ziel, Kindern zwischen 10 und 12 Jahren durch Spiel und Abenteuer sowohl Natur als auch Technik nahezubringen.

Fünf Tage dauerte das Feriencamp, an welchem Kinder aus dem Rheinisch-Bergischen Kreis, Oberberg und Leverkusen teilnahmen. Am ersten Tag des Sommerferiencamps wanderten die Kinder von der Jugendherberge, in der sie übernachteten, zum Gelände von :metabolon. Wenngleich das Wetter der Bezeichnung eines Sommerferiencamps nicht gerecht wurde, verbrachten die teilnehmenden Kinder einen Großteil der Zeit im Freien und trotzten ihrem ständigen Begleiter, dem Regen.

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Flöße aus Verpackungs- und Naturmaterialien werden von den teilnehmenden Kindern und dem Landrat einem Schwimmtest unterzogen. (Bildquelle: Rheinisch-Bergischer Kreis)

Spiel, Wissenschaft und Technik

Die Besonderheit des Camps war die spielerische Heranführung an Wissenschaft und Technik. Die Kinder konnten beim neu eröffneten Energielehrpfad in einem ‚Hamsterrad‘ Licht für LED-Leuchten erzeugen, die Dunkelkammer von :metabolon besuchen, Memory über Elektrogeräte spielen und mit der Biologischen Station Rhein-Berg eine GPS-Schnitzeljagd erleben. Mit der Thematik Wasser beschäftigten sich die Kinder nicht nur notgedrungen in Form von Regen, sondern untersuchten mithilfe des Bergischen Naturmobils kleine Wasserlebewesen unter dem Mikroskop. Thematisch passend standen die Große Dhünn-Talsperre und das Wasserkompetenzzentrum :aqualon auf dem Programm. Zudem erprobten die Kinder ihre Fähigkeiten als Steinhauer bei ihrem Besuch eines Steinbruchs und entdeckten die Geheimnisse des Müllheizkraftwerkes der AVEA GmbH. Ein weiterer Höhepunkt dürfte für die Fußballfans ein Ausflug in das Leverkusener Stadion BayArena am Ende der Woche dargestellt haben.

Besuch von den Landräten

Auch die beiden Landräte Dr. Hermann-Josef Tebroke (Rheinisch-Bergischer Kreis) und Jochen Hagt (Oberbergischer Kreis) sowie Marc Adomat (Dezernent, Stadt Leverkusen) zeigten sich von der Premiere des Sommerferiencamps angetan. Die teilnehmenden Kinder hatten für die hochrangigen Besucher extra eine Präsentation ihrer Unternehmungen im Feriencamp vorbereitet. Nach einem eigens von den Kindern angefertigten Film präsentierten Ronja und Wibke ihre Erlebnisse in einer Fotoshow. Dr. Hermann-Josef Tebroke, Landrat des Rheinisch-Bergischen Kreises betonte die Nachhaltigkeit der Ferienwoche für die begeisterten Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Feriencamps: „Man sieht, dass ihr immer mehr wissen wollt und wer weiß, vielleicht ergibt sich daraus ja mal ein Berufswunsch“.

Ausgerichtet wird das Feriencamp durch das Leverkusener Zukunft-durch-Innovation-Netzwerk („zdi – cLEVer Bildungsregion Rhein-Wupper“) und dem außerschulischen Lernort :metabolon. Partner des Feriencamps sind das zdi-Netzwerk MINT Rhein-Berg sowie das zdi-Zentrum investmint Oberberg.

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Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Sommerferiencamps mit ihren Besuchern aus Politik und Verwaltung und den Veranstaltern des Programms. (Bildquelle: Rheinisch-Bergischer Kreis)

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