Thomas Droege (Geschäftsführer der Katholischen Jugendagentur), Kreisdirektor Dr. Erik Werdel, Bürgermeister Rainer Bleek und Schulrat Christoph Lützenkirchen freuen sich mit den kleinen Forschern der OGS St. Michael.

Bürgermeister Rainer Bleek und Kreisdirektor Dr. Erik Werdel überreichten Urkunde und Plakette

Als erster Offener Ganztag in Wermelskirchen und im gesamten Nordkreis ist die OGS St. Michael jetzt als „Haus der kleinen Forscher“ zertifiziert worden. Diese Auszeichnung bekommen Schulen, Offene Ganztage und Kindergärten die sich in besonderem Maße für das Forschen in den sogenannten MINT-Disziplinen, also in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik, engagieren. „Durch die spielerische Vermittlung von wissenschaftlichen Phänomenen möchten wir den Nachwuchs für Naturwissenschaften begeistern. Ich gratuliere der OGS und allen Schülern ganz herzlich, dass sie erfolgreich diesen Weg gegangen sind“, erklärte Dr. Erik Werdel, Kreisdirektor des Rheinisch-Bergischen Kreises, der gemeinsam mit Bürgermeister Rainer Bleek die Urkunde sowie die Plakette übergab. Und wer weiß, vielleicht tragen die kleinen Forscher mit ihrer Begeisterung für die Naturwissenschaften in Zukunft dazu bei, dem Fachkräftemangel entgegenzusteuern.

Experimentieren und Erleben: das Haus der kleinen Forscher begeistert Kinder für Naturwissenschaften.

Experimentieren und Erleben: das Haus der kleinen Forscher begeistert Kinder für Naturwissenschaften.

Die Kinder der OGS berichteten im Rahmen der Feierstunde auch von ihren liebsten Forschungsprojekten. Dazu zählen beispielsweise duftende Luftballons, die Herstellung von Gemischen, um Raketen starten zu lassen und das Züchten von magischen Pflanzen. Auf dem Schulhof präsentierten sie den zahlreichen Gästen zudem viele weitere spannende Experimente. „Ich bin stolz darauf, dass die OGS St. Michael als erster Ganztag im Nordkreis die Zertifizierung erhält“, freute sich der Wermelskirchener Bürgermeister Rainer Bleek, den gleichzeitig die große Begeisterung der Kinder für die naturwissenschaftlichen Phänomene beeindruckte.

Dafür, dass die OGS St. Michael nun als Haus der kleinen Forscher zertifiziert werden konnte, engagierte sich besonders Rotraud Esgen. „Insgesamt hat es vom ersten Gedanken bis zur Zertifizierung zwei Jahre gedauert“, blickte Thomas Droege, Geschäftsführer der Katholischen Jugendagentur, in deren Trägerschaft die OGS ist, zurück. Die Pädagogin besuchte verschiedene Workshops, in denen sie gelernt hat, wie naturwissenschaftliche Phänomene kindgerecht und spannend vermittelt werden. Dieses Wissen trug sie an ihre Kolleginnen weiter, die jetzt dabei unterstützen, die Kinder für Naturwissenschaften zu begeistern. Organisiert wurden die Kurse vom MINT-Netzwerk Rhein-Berg in Kooperation mit den außerschulischen Lernort-Partnern :aqualon und :metabolon. Die Fortbildungen griffen viele verschiedene Aspekte rund um das Thema Wasser auf. Im Mittelpunkt steht dabei stets das selbstständige Experimentieren, Ausprobieren und Forschen der Schüler. Diese werden dafür begeistert, Phänomene, Zusammenhänge und Hintergründe zu hinterfragen und eigene Lösungsansätze zu entwickeln. So werden sie selbst zu kleinen Forschern und nehmen ihren Alltag mit anderen Augen wahr. „Das Haus der kleinen Forscher nimmt die Kinder mit und weckt Neugierde, schließlich sind wir alle als kleine Forscher auf die Welt gekommen“, sagte der Schulrat des Rheinisch-Bergischen Kreises Christoph Lützenkirchen.

Rainer Bleek und Dr. Erik Werdel übergaben die Urkunde und die Plakette an Rotraud Esgen, Sabine Nickel und die Kinder der OGS St. Michael.

Rainer Bleek und Dr. Erik Werdel übergaben die Urkunde und die Plakette an Rotraud Esgen, Sabine Nickel und die Kinder der OGS St. Michael.

Die Zertifizierung

Damit eine Bewerbung zu einer Zertifizierung erfolgreich ist, muss das Forschen als fester und regelmäßig wiederkehrender Bestandteil in den pädagogischen Alltag integriert sein. Daneben ist es wichtig, dass die Projekte, Beobachtungen und Versuche schriftlich dokumentiert werden. Zusätzlich sind die Pädagogen dazu verpflichtet, sich in regelmäßigen Workshops weiterzubilden. Sind diese Voraussetzungen erfüllt, können die Einrichtungen in einer schriftlichen Bewerbung ihr pädagogisches Konzept sowie bisherige Praxisbeispiele und -erfahrungen vorstellen. Diese Präsentation wird dann anhand festgelegter Qualitätskriterien geprüft. Sind alle Punkte ausreichend erfüllt, bekommt die Einrichtung die Urkunde sowie eine Plakette, die belegen, dass sie offiziell als „Haus der kleinen Forscher“ zertifiziert sind. Die Auszeichnung gilt für zwei Jahre, danach kann man sich erneut für eine Re-Zertifizierung bewerben.
Im Rheinisch-Bergischen Kreis sind neben der OGS St. Michael bereits die Grundschule Frankenforst, die OGS Vilkerath sowie einige Kitas zertifiziert.

Bildquelle: Rheinisch-Bergischer Kreis